Kategorie Archive: Reiserecht

Reisemängel – Anzeigepflicht und Umzugsangebot in ein anderes Hotel

Reisemängel müssen von dem Reisenden dem Reiseveranstalter direkt oder bei einer von ihm benannten Stelle angezeigt werden. Die Anzeige von Reisemängeln durch den Reisenden an der Hotelrezeption ist hierfür nicht ausreichend, da nicht gewährleistet ist, dass der Reiseveranstalter über die bestehenden Reisemängel informiert wird. Bietet der Reiseveranstalter dem Reisenden nach der Anzeige der Reisemängel einen…
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Reiserücktrittsversicherung – Nichtantritt der Reise

Bei einer Reiserücktrittsversicherung ist der Versicherer dazu verpflichtet, dem Versicherten die anfallenden Reiserücktrittskosten bei Nichtantritt der gebuchten Reise zu erstatten, sofern der Reiseantritt beispielsweise wegen einer unerwartet schweren Erkrankung des Versicherten bzw. dessen Ehegatten nicht erfolgen kann. Eine Reise ist angetreten und hat begonnen im Sinne des § 651 i Abs. 1 BGB, wenn die…
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Badeverbot wegen Haien ein Reisemangel?

Einen Reiseveranstalter trifft nicht die Verpflichtung, dem Reisenden ein ungefährdetes Schwimmen im Meer zu ermöglichen. Ein Badeverbot wegen der Gefahr von Haiangriffen stellt keinen Reisemangel dar und berechtigt daher den Reisenden weder zur Reisepreisminderung noch zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen (Amtsgericht München, Urteil vom 14.12.2012, Az.: 242 C 16069/12). Ein Badeverbot dient lediglich dem Schutz der…
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Telefonische Reise-Buchung – Überprüfungspflicht des Bestellers

Wird eine Reisebuchung per Telefon vorgenommen, muss der Buchende bei Erhalt der Reiseunterlagen prüfen, ob die Daten vom Gesprächspartner richtig aufgenommen worden sind und die Reisedaten der telefonischen Bestellung entsprechen. Weichen die Reiseunterlagen von der telefonischen Bestellung ab, muss der Buchende diese Reise sofort reklamieren. Ansonsten hat er keinen Schadensersatzanspruch gegenüber seinem Gesprächspartner (Amtsgericht München,…
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Hinweispflicht einer Fluggesellschaft bei Flugverspätung und bestehenden Ausgleichsansprüchen

Nach Artikel 14 der Fluggastrechteverordnung EGV 261/2004 ist eine Fluggesellschaft dazu verpflichtet, die Fluggäste über ihre Ansprüche auf Ausgleichszahlung gegenüber der Fluggesellschaft aufzuklären. Klärt eine Fluggesellschaft einen Fluggast nicht über seine Ansprüche auf Ausgleichszahlung gegenüber der Fluggesellschaft auf, so kann der Fluggast einen Rechtsanwalt mit seiner Interessenvertretung gegenüber der Fluggesellschaft beauftragen. Über die Ausgleichsleistungen nach…
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Reiseabbruchsversicherung – Nichteinreichung eines Attestes

Muss eine Reise abgebrochen werden, weil die Betreuungsperson einer Angehörigen der Reisenden, die normalerweise von den Reisenden betreut wird, erkrankt, hat der Reisende der Reiseabbruchsversicherung ein Attest über die Erkrankung der Betreuungsperson vorzulegen. Legt er der Versicherung kein entsprechendes Attest vor, kann die Reiseabbruchsversicherung die Auszahlung der Versicherungsleistungen verweigern. Weigert sich die Betreuungsperson zum Arzt…
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Verpasster Anschlussflug – Anspruch auf Ausgleichszahlung?

Verpasst ein Fluggast wegen eines verspäteten Zubringerflugs seinen Anschlussflug und kommt er deshalb erst mit erheblicher Verspätung an seinem Reiseziel an, so steht ihm eine Ausgleichzahlung nach Art. 7 Fluggastrechteverordnung 261/2004/EG gegenüber der Fluglinie zu, die die Verspätung verursacht hat (BGH, Urteil vom 07.05.2013, Az.: X ZR 127/11). Art. 7 Fluggastrechteverordnung Ausgleichsanspruch (1) Wird auf…
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Flugverspätung von mehr als 3 Stunden bei Anschlussflügen – Ausgleichsanspruch?

Einem Fluggast steht gegenüber einer Fluggesellschaft eine Ausgleichszahlung zu, wenn die Flugverspätung zum Zeitpunkt seines Abflugs weniger als 3 Stunden betragen hat, er aber sein Endziel mit einer Verspätung von mind. 3 Stunden (z.B. nach verpassten Anschlussflügen) gegenüber der ursprünglich geplanten Ankunftszeit erreicht (EuGH, Urteil vom 26.02.2013, Az.: C-11/11). Erreichen Fluggäste ihr Reiseendziel wegen einer…
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Flugzeiten einer gebuchten Reise jederzeit änderbar? Nein!

Behält sich ein Pauschal-Reiseveranstalter in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, die Flugzeiten einer Reise einseitig ohne Begründung beliebig ändern zu können, so ist eine solche Klausel unwirksam, da es für den Reisenden nachvollziehbar sein muss, wieso die Flugzeiten plötzlich geändert werden (OLG Celle, Urteil vom 07.02.2013, Az.: 11 U 82/12).
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Reisegepäckverlust bei Flugreise – Entschädigungsansprüche

Ein Flugreisender hat bei einem Gepäckverlust auch dann einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Luftfahrtunternehmen, wenn er sein Gepäck von einem Mitreisenden mit (bzw. in) dessen Reisegepäck aufgeben läßt (EuGH, Urteil vom 22.11.2012, Az.: C-410/11). Dem Geschädigten obliegt jedoch die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass das von dem Mitreisenden aufgegebene und verloren gegangene Reisegepäck tatsächlich Gegenstände von…
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