Erstattung von Inkassokosten bei Zahlungsunwilligkeit des Schuldners

Grundsätzlich stellen die Kosten eines zugelassenen Inkassobüros regelmäßig einen vom Schuldner zu ersetzenden Verzugsschaden dar. Ist ein Schuldner jedoch für den Gläubiger erkennbar zahlungsunwillig oder -unfähig und ist daher voraussehbar, dass später doch ein Rechtsanwalt beauftragt werden muss, wird von der überwiegenden Rechtsprechung eine Erstattungsfähigkeit der angefallenen Inkassokosten verneint (OLG Oldenburg, Urteil vom 24.04.2006, Az: 11 U 8/06).

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