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Rollerfahrer – Mitverschulden bei Unfallverletzungen bei fehlender Schutzkleidung?

Es gibt keine gesetzliche Pflicht für einen Rollerfahrer Motorradschutzkleidung zu tragen. § 21a Abs. 2 StVO normiert lediglich eine Pflicht, einen Schutzhelm zu tragen. Der Gesetzgeber hat die schadensvermeidende Wirkung von Schutzhelmen gesehen und daher deren verbindliche Benutzung für Krafträder vorgeschrieben. Andererseits hat er jedoch keine weitergehenden Schutzanforderungen an die Kleidung von Rollerfahrern aufgestellt. Daraus darf ein Rollerfahrer nach Auffassung des LG Heidelberg zumindest für Innerortsfahrten schließen, dass er sich verkehrsgerecht verhält, wenn er keine Motorradschutzkleidung trägt. Einen Rollerfahrer trifft daher kein Mitverschulden an den erlittenen Verletzungen, wenn er bei einem Verkehrsunfall innerorts unverschuldet verletzt wird und diese Verletzungen beim Tragen von Motorradschutzkleidung nicht entstanden wären (LG Heidelberg, Urteil vom 13.03.2014, Az: 2 O 203/13).

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